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Kleister anrühren & verarbeiten

Wichtige Schritte für einen sicheren Halt der Tapeten

Ein gutes Kleisterprodukt ist das A und O für den sicheren Halt Ihrer Tapeten. Allerdings muss die Tapezierarbeit von Anfang an gut durchdacht sein. Unsere Tipps zum Anrühren, Auftragen und Trocknen bieten wichtige Hinweise.

Kleister anrühren

Bricht man ein Paket Kleisterpulver (z.B. Metylan Spezial Kleister) an, muss es komplett verwendet werden, da sich sonst Mischverhältnisse ändern können. Packungshinweise beachten.

Einzige Ausnahme sind die Metylan Granulate (Metylan NP Power Granulat plus und Metylan TG Power Granulat plus). Jedes Granulatkorn beinhaltet alle Rezepturbestandteile in einem Korn, ohne zu entmischen. Dadurch lassen sich die Granulatkleister bestens portionieren.

Wählen Sie Ihre Tapetenart aus, und lesen Sie ab, mit wie viel Liter Wasser der Tapetenkleister angerührt werden muss. Das Gefäß, in dem der Kleister angesetzt wird, muss sauber ausreichend groß sein. Angerostete Metalleimer sind nicht zum Anrühren geeignet.

Kleister auftragen

Für den Kleisterauftrag bieten sich Kleistergeräte an. Besonders Handwerker und andere Profis, die viel tapezieren, sollten auf dieses Werkzeug nicht verzichten. Das Kleistergerät besorgt eine gleichmäßige, saubere und schnelle Auftragung des Kleisters in der zuvor eingestellten Stärke und wird somit zu einem unverzichtbaren Helfer für die tägliche Tapezierarbeit.

Für die Verwendung im Kleistergerät empfehlen sich spezielle Tapeziergerätekleister wie z.B. der Metylan TG instant Tapeziergerätekleister. Nach dem Anrühren des Kleisters, muss die Mischung einige Minuten quellen, bevor sie nochmals kräftig durchgeschlagen und ins Kleistergerät gefüllt werden kann. 

Weichzeit beachten

Zum Transport sowie zum gleichmäßigen Durchweichen werden die eingekleisterten bahnen so zusammengelegt, dass das oben anzusetzende Stück etwa 2/3 und das untere 1/3 umgeschlagen wird.

Durch das Weichen werden die Tapeten geschmeidiger. Zudem dehnt sich das Papier aus, vor allem in der Breite. Den strammen und blasenfreien Sitz erreicht die Tapete dann in der Trocknungsphase an der Wand. Die Weichzeit beträgt bei normalen Papiertapeten zwischen 5 – 10 Minuten und sollte bei allen Bahnen gleich lang sein.

Achtung: Unregelmäßige Weichzeiten können Musterverschiebungen zur Folge haben! Zu lange Weichzeiten lassen Tapeten festkleben und einreißen!

Tapetenbahnen anbringen

Bevor die erste Bahn an einer Wand angebracht werden kann, gilt es diese auszuloten oder mit Wasserwaage und Bleistift eine senkrechte Linie zur Orientierung zu ziehen.

Richtig gehalten wird die Bahn über den linken angewinkelten Armm sodass man die Oberkante einfach abziehen kann. Lässt man den oberen, längeren Einschlag auseinandergleiten, so pendelt man die Bahn schnell entlang der markierten Senkrechten ein.

Die Tapetenbahn wird mit einer Tapezierbürste, von der Mitte ausgehend und oben beginnend, angedrückt. Die Überstände von Papiertapeten werden mit dem Scherenrücken in die Deckenecke bzw. in den Winkel über die Fußleiste hineingedrückt und an der Drucklinie abgeschnitten. Bei Vliestapeten kann man die Überstände auch mit dem Cuttermesser am tapezierspachtel entlang abschneiden.

Kleister trocknen lassen

Tapeten sollten bei einer Raumtemperatur zwischen 15 und 20°C trocknen. Durchzug und zu starkes Heizen sind zu vermeiden. Für ein gutes Nahtbild sollten alle Tapeten möglichst gleichmäßig trocknen.